Lebendige Partnerschaft mit einer lebendigen
Stadt
Die Partnerstadt von Glindow, das
ostwestfälische Rahden feierte am 18. und 19. Oktober das 975. Jahr
der ersten urkundlichen Erwähnung unter dem Motto „Lebendiges Rahden“.
Eine Delegation aus Glindow, bestehend aus Vertretern des
Ortsbeirates, von Vereinen und des Gemischten Chores, weilte auf
Einladung zum Abschlusswochenende der Feierlichkeiten in Rahden. Sehr
herzlich wurden wir vom Bürgermeister Bernd Hachmann und seinem
Stellvertreter Werner Tiedemann im Museumsdorf empfangen. Hier wurde
uns mit einer überaus interessanten Führung ein Einblick in die
Historie der Stadt gegeben. Im Ortsteil Wehe stellten wir „genüsslich“
die historische Verbindung von selbst gebackenen Dinkelwaffeln mit
heißen Kirschen und Sahne her. Dinkelmehl wurde seit dem Mittelalter
bis jetzt dort angebaut und wird in der ebenfalls zu besichtigenden
und vom Heimatverein betriebenen Bockwindmühle geschrotet. Am
Nachmittag konnten wir uns bei einem kleinen Stadtrundgang davon
überzeugen, dass Rahden sich tatsächlich als eine lebendige und stetig
entwickelnde Stadt, die ihre Wurzel nicht vergessen hat, präsentiert.
Am Abend waren wir Gäste der Festveranstaltung im großen Saal der
Gaststätte am Museumsdorf. In das abwechslungsreiche Programm war der
Gemischte Chor Glindow integriert. Er traf mit seinen ausgewählten
anspruchsvollen Liedern den Nerv der anwesenden Gäste und bereicherte
das interessante Gesamtprogramm sehr eindrucksvoll. Der Vorsitzende
des Ostsbeirates Sigmar Wilhelm und die Kirschkönigin Franziska
Meißner überbrachten die Grüße des Bürgermeisters der Stadt Werder/
Havel Werner Große sowie die des Ortsbeirates, der Vereine und der
Bürger von Glindow. In der Grußadresse hob Sigmar Wilhelm die
gewachsenen freundschaftlichen Beziehungen zwischen Glindow und
Rahden hervor, die seit 1990 bestehen und gepflegt werden. Er wünschte
den Rahdenern eine schöne, sichere und friedliche Zeit, um die
erfolgreiche Geschichte der Stadt und seiner sieben Ortsteile
fortsetzen zu können.
Am zweiten Tag unseres
Aufenthaltes nahmen wir am Gottesdienst in der Kirche des Ortsteils
Preußisch Ströhen teil. Hier traten der gemischte Chor Glindow und der
Singekreis von Ströhen gemeinsam auf. Beide Chöre kennen sich und sind
seit Jahren freundschaftlich verbunden. „Mögen uns die Straßen
zusammen führen“ erklang zum Abschluss, auch wenn uns die Straßen beim
Abschied nach einem gemeinsamen Mittagessen und netten Gesprächen weg
und nach Hause führten. Es wird weitere Begegnungen geben, darin waren
sich alle sicher. Wir freuen uns auf einen Gegenbesuch im nächsten
Jahr in Glindow.
Fazit der Reise: Die
Partnerschaft lebt und wird in vielfältiger Weise gestaltet. Der
Ortsbeirat und die Vereine von Glindow haben daran einen großen
Anteil.
Dr. Brigitte Wilhelm
18.10.2008
Grußadresse zum
975jährigigen Jubiläum der Stadt Rahden
Liebe
Rahdener
und sehr geehrter Herr Bürgermeister Bernd Hachmann,
die Partnerschaft zwischen Rahden und Glindow besteht seit dem
03.10.1990. In diesen18 von 975 Jahren konnten wir Dank unserer
Städtepartnerschaft ein kleines Stück der Rahdener Geschichte, in der
Großes und Sichtbares geschehen ist, mit erleben.
Heute sind wir gekommen, um Ihnen aus Anlass des 975 jährigen
Bestehens von Rahden zu gratulieren und mit Ihnen gemeinsam zu feiern.
Dass
Rahden eine Geschichte hat, haben wir bei unseren Besuchen hier in
Ihrer Stadt und in der Umgebung – auch Dank toller
„Geschichtenerzähler“- hautnah erleben können.
Sie
können stolz auf Ihre Stadt sein, die im Mittelalter entstanden ist
und sich heute als eine lebendige,
gastfreundliche und sich stetig weiter entwickelnde Stadt präsentiert.
Wir wünschen Ihnen, liebe Rahdener und Ihnen, lieber Bernd Hachmann
und allen Ihren Mitstreitern eine schöne, sichere und friedliche Zeit,
um die erfolgreiche Geschichte von Rahden fortschreiben zu können. So
werden auch Sie Spuren hinterlassen für die nachkommenden
Generationen.
Dazu wünschen ich im Namen des Ortsbeirates Glindow sowie der
Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde alles Gute.
Sigmar Wilhelm
Vorsitzender des Ortsbeirates Glindow
März 2005
Alle 5 Jahre wieder!
Unter Leitung des Ortsvorsitzenden aus Glindow, Sigmar Wilhelm,
fuhren am 14. März der Vors. der AG-Kultur, Klaus König,
und die stellv. AG-Vors. Wirtschaft/Tourismus und Infrastruktur.
Renate Vehlow, nach Rahden - der nördlichsten Stadt Nordrhein
Westfalens mit ihren 16.000 Einwohnern. Nach 4-stündiger Autobahnfahrt
empfing uns das gepflegte Zentrum bei herrlichstem Sonnenschein.
Sehr herzlich wurden wir durch den Rahdener Bürgermeister Bernd
Hachmann im Rathaus begrüßt. Zwischen Rahden und Glindow
besteht seit 15 Jahren eine Städtepartnerschaft. Alle 5 Jahre
erfolgte durch die Parlamentarier ein gegenseitiger Besuch. Mit
ihren Aktivitäten erfüllten die Glindower und Rahdener
Vereine den Städtepartnerschaftsvertrag mit Leben - anfangs
sehr intensiv, jetzt ein wenig gedämpfter. In einem sehr intensiv
geführten Erfahrungsaustausch mit weiteren Parlamentariern
aller Fraktionen der Stadt, wurden Erinnerungen ausgetauscht, Bilanz
über die bisherige Zusammenarbeit gezogen sowie der weitere
Ausbau der Städtepartnerschaft erörtert. Thematisiert
wurden kommunalpolitische Fragen und Probleme, insbesondere zur
Stadtentwicklung, Fragen zur Investitions- und Förderpolitik,
Bildungsfragen, die problematische Haushaltssituation bis hin zu
den Problemfeldern, die Hartz IV mit sich bringt. Während des
Mittagessens setzen wir den Erfahrungsaustausch fort und resümierten
für uns, dass auch die Rahdener Kommunalpolitiker gleich gelagerte
Probleme besitzen. Wir steckten unsere nächsten Aktivitäten
ab und nahmen viele Grüße an die Glindower Bürger
und Vereine mit. Zum Abschluss unseres Gespräches vereinbarten
wir aus Anlass des Kirsch- und Ziegelfestes im Juli diesen Jahres
einen Gegenbesuch aus Rahden und den weiteren Ausbau der Kontakte
zwischen den 31 Glindower und den 90 Rahdener Vereinen. Im Anschluss
an die geführte Debatte erhielten wir die Möglichkeit
uns das schöne Rahden und angrenzende Ortschaften anzuschauen.
Wir besuchten ihren großen Schulkomplex, auf den sie mit großem
Stolz verwiesen und in denen 2000 Schüler lernen, begutachteten
das in und um Rahden gut ausgebaute Wegenetz, verfolgten einen kleinen
Ausschnitt ihrer Mühlenroute und fuhren bis zum nördlichsten
Punkt des Landes NRW, dass die Rahdener zu einer kleinen Freizeitstätte
ausbauten – übrigens eine sehr schöne Idee, die
die Rahdener zu ihrem Nutzen verwirklichten. Ein wenig Wehmut lag
im Abschied, weil die Stunden und damit der sehr interessante und
informative Tag so schnell verging. Wir freuen uns schon auf den
Besuch der Rahdener anlässlich unseres Kirsch- und Ziegelfestes.
Unter www.rahden.de
kann man vieles über Rahden erfahren.