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Heimatmuseum Glindow

 

Sonderaustellung

Glindows Kirschen und ihre Königinnen

 

Ansprache der Vorsitzenden des Heimatvereines Edelgard Baatz zur Eröffnung der Ausstellung

Verehrte Gäste,

liebe Freunde des Heimatvereins,

liebe Mitglieder!

Ein herzliches Willkommen im Heimatmuseum Glindow zur Eröffnung der Saison 2012.

Wir haben es geschafft, neben unserer Dauer-  eine Sonderausstellung vorbereitet, welche uns Auskunft gibt über Tradition und wie die Glindower in unserer geschichtlichen Entwicklung ihre Brötchen verdienten. Thema 2012 „Glindows Kirschen und ihre Königinnen“.

Der Haupterwerbszweit in unserer Heimat war der Obstanbau – schon Mitte des 19. Jahrhunderts nahm er rasant zu. Die leichten, hellen Böden erwärmen sich besonders schnell und geben die Wärme stark ab. Riesige Wasserflächen um uns herum schützen uns vor extremen Nachtfrösten, so dass der Obstanbau geradezu forciert wurde durch unsere Mutter Natur und wenn das Klima sich nicht zu sehr verändert auch so bleiben wird. Noch etwas anderes war geradezu eine Aufforderung zum Obstanbau. Schneller Städtebau – viele Menschen – war eine gute Absatzquelle der heimischen Früchte, Kirschen aus unserer Region war ein Begriff in Stadt und Land.

Noch etwas war bei dieser Entwicklung von Erfolg gekrönt – die Ziegelproduktion.

Unsere Glindower Ziegel waren ein Begriff beim Bau Berliner Häuser. Gehen wir durch Glindow, so kann man noch heute in jeder Straße Ziegel entdecken, die in der Glindower Ziegelei gebrannt wurden.

Ich möchte mit dem Geschichtlichen aufhören – auf Bildtafeln können Sie sich gern noch genauer informieren und bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Kommen wir noch kurz näher auf unser Thema zu sprechen.

Es war im Jahr 1997, unser Ortsbürgermeister, Hermann Bobka, rief seine Glindower Vereine zusammen und beriet mit ihnen, wie sie Wochenendgäste, die per Schiff und Rad aber auch alle Sommer-Dauercamper, die in Glindow ankerten, einen Höhepunkt im geselligen Leben bieten konnten.

Es sollte ein Fest stattfinden, welches Tradition und Geschichte verstärkt bekannt machen sollte. Ernsthaft wurde darüber nachgedacht, wie man beides miteinander verbinden konnte und so entstand die Idee, in jedem Jahr – während der Kirschernte – ein Sommerfest zu veranstalten. Haupterwerbsquelle waren das Obst und die Ziegelproduktion in der Geschichte Glindows und dies wählte man als Thema.

Das Kirsch- und Ziegelfest war geboren und mit ihm eine schöne Tradition. Dies als Anlass wurde jährlich eine Kirschkönigin gekürt, die unseren Heimatort mit seiner Obst- und Ziegeltradition charmant und mit Intelligenz regional und überregional vertraten und bis heute vertreten. Alle Königinnen, auch die heute nicht hier sein können, haben gute Arbeit geleistet und wir, der Heimatverein, möchte ich diesem Jahr mit der Königinnengarderobe an alle bisherigen Hoheiten erinnern und damit zum Nachdenken über Tradition und was davon übrig geblieben ist, anregen.

Alle Königinnen machen darauf aufmerksam, dass der Obstanbau und die Ziegelproduktion nicht Vergangenheit ist, sondern in veränderter Form (als Produzent mit Vermarktung) weiteren Bestand hat.

 
 

 

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